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Rochen

Die meisten Rochen leben in Südamerika und gehören in die Familie Potamotrygonidae. Diese Familie umfasst fünf Gattungen, von denen die Gattung Potamotrygon die bekannteste und am häufigsten importierte ist. Diese Gattung umfasst mehr als zwanzig Süßwasserrochen. die Vertreter dieser Gattung erreichen die Größe von 30 bis 100 cm (gemeint ist damit der Durchmesser der Körperscheibe).

Einige im Süßwasser lebende Vertreter der Gattung Dasyatidae leben in Südostasien, aber sie werden zu uns nur selten importiert.

Die meisten Arten sind mit der Wasserhärte 6 bis 20 °dGH und dem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 zufrieden. Die Temperatur sollte sich zwischen 26 und 30 °C bewegen. Den Inhalt von NO3- (Nitrat) regulieren wir mit dem regelmäßigen Wasserwechsel, er sollte 50 mg/l nicht überschreiten. Die Rochen sind gegen Inhalt NO2- (Nitrit) im Wasser sehr empfindlich, deshalb ist es nötig, gute biologische Filter zu haben und die Filtereinlagen sehr vorsichtig zu waschen, damit darin enthaltene Nitrifikationsbakterien am wenigsten beschädigt werden.

Die Bodenfläche im Becken muss so groß wie nur möglich sein. Als Bodensubstrat verwendet wir feinen Quarzsand, am besten Flusssand, in der Größe von 1 bis 2 mm, in den sich die Rochen vergraben können. Im Sand suchen sie auch ständig die Nahrung und deswegen kommt es auch in einer höheren Substratschicht zur Verwesung organischer Stoffe. Gewöhnlich muss man den Boden nicht reinigen, weil die Rochen allen Schmutz in den Filter treiben. Dekorationssteine und Wurzeln müssen vollständig glatt ohne irgendwelche scharfe Kanten sein, damit sich die Rochen nicht verletzen können. Der Heizstab muss so platziert werden, damit sich die Rochen an ihn beim Ausruhen nicht anlehnen können, denn sonst droht ihnen Verbrennung. Manchmal ist es möglich, robuste Pflanzen im Becken mit Rochen zu haben, diese Pflanzen sollten jedoch mit großen Pflanzen umgeben werden, damit die Rochen sie nicht ausgraben können. Eine gute Alternative stellen auch an Holzwurzeln befestigte Pflanzen oder Schwimmpflanzen.

Frisch geborene oder frisch importierte Rochen fressen am Anfang oft nur Lebendfutter (Tubifex, Regenwürmer, Insektenlarven, sehr kleine Fische, Garnelen und Krebsjungtiere). Tubifex sollte 24 Stunden vor dem Unterbringen der Rochen im Becken in den Sand gegraben werden. Auf diese Weise unterstützen wir sehr stark den Jagdinstinkt der Rochen.

Einige Exemplare gewöhnen sich an Frostfutter binnen einiger Wochen, bei anderen kann es auch mehrere Monate dauern. Versuchen Sie aber bitte nie, ihre Rochen hungern zu lassen, denn so werden die Probleme mit Nahrungsaufnahme gewöhnlich noch schlimmer.

Es ist gut, die Rochen an verschiedenes Frostfutter anzugewöhnen (ganze Fische, Garnelen, Gammarus, Muschelfleisch, rote Mückenlarven usw.), als Ergänzung dazu eignen sich sehr lebende Regenwürmer. Die meisten Rochen jagen gerne kleine Fische, diese müssen aber völlig entparasitiert sein. Nach einer längeren Zeit fangen einige Rochen an, auch hochwertiges Granulatfutter zu fressen, dieses Futter sollte man ihnen jedoch nur als Ergänzung vorlegen.

Die Männchen haben zwei Fortpflanzungorgane – Pterygopoda. Dank ihnen kann man das Geschlecht einfach erkennen, und zwar auch bei neugeborenen Rochen. Die Weibchen gebären nach 3 bis 3,5 Monaten gewöhnlich 1 bis 8 lebende Jungen. Ausnahmsweise (bei sehr großen Weibchen) kann die Anzahl der Jungtiere auch höher sein. Erwachsene Exemplare verschiedener Rochenarten sollten nicht gemeinsam gehalten werden, um die unerwünschte Kreuzung zwischen Arten zu vermeiden.

Die Rochen sind sehr intelligent und kommunikativ. Oft lernen sie, die Nahrung von der Hand aufzunehmen, und zwar auch an der Wasseroberfläche. Man muss jedoch auf ihren Giftstachel gut aufpassen, den sie benutzen können, wenn sie sich bedroht fühlen. Vor allem beim Versetzen der Rochen in ein anderes Becken oder eine Transportbox muss man sehr vorsichtig sein.

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Potamotrygon motoro
Augenfleck-Süßwasserrochen
K102 15 cm € 335,14