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Welse

Harnischwelse (Loricariidae – Acanthicus, Ancistrus, Chaetostoma, Farlowella, Hemiodontichthys, Lamontichthys, Loricaria, Otocinclus, Panaque, Peckoltia, Rineloricaria, Sturisoma): Die Harnischwelse bewohnen Gewässer in Mittel- und Südamerika. Sie sind vom südlichen Mittelamerika (Costa Rica, Panama) über das gesamte tropische Südamerika einschließlich der Karibikinsel Trinidad bis nach Uruguay und der südlichen Grenze des subtropischen Argentinien verbreitet. Man kann sie in kühlen, schnell fließenden Gebirgsflüssen finden, aber auch in warmen, stehenden Gewässern. Die Harnischwelse leben sowohl im Klarwasser, als auch im Warm- und Schwarzwasser. Die Besonderheit dieser Welse besteht in einem zur Saugscheibe umgebildeten Maul mit kräftigen Lippen. Dieses Maul dient zum Abschaben der Aufwuchsnahrung von Steinen und Wurzeln, die Fische können sich damit auch an passenden Unterlagen ansaugen und auf diese Weise festhalten. Einige Arten der Harnischwelse fressen v.a. Holz. Die Größe dieser Welse schwankt sehr stark je nach Art, die kleinsten Arten erreichen kaum 4 cm, während die größten über 100 cm lang sind. Als Aquarienfische freuen sie sich großer Beliebtheit und dienen oft zur Algenbekämpfung. Rund um das Maul dieser Welse befinden sich unterschiedlich viele, variabel gestaltete Barteln. Diese Barteln sind mit Flüssigkeit gefüllt und dienen zur Orientierung der Fische. Bei der Haltung der Welse im Becken sollte man das Verletzen der Barteln durch scharfkantige Gegenstände vermeiden. Eine weitere Besonderheit der Harnischwelse ist eine verstellbare Iris, aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit dem griechischen Buchstaben omega auch Omega-Iris genannt. Der obere Teil der Iris weitet sich oder zieht sich je nach Lichteinfall zusammen. Auf diese Art und Weise passt sich die Iris den herrschenden Lichtverhältnissen an.

Dornwelse (Doradidae – Acanthodoras, Agamyxis, Amblydoras): Die Dornwelse sind in den Flüssen und Seen der nördlichen und südlichen Gebiete Südamerikas zu finden, der Schwerpunkt ihrer Verbreitung liegt im Amazonasbecken. Die Größe dieser Welse schwankt ziemlich viel, einige Arten sind nur wenige Zentimeter groß, andere messen fast 30 cm, eine Art (Oxydoras niger) kann auch 100 cm erreichen. Die Dornwelse haben vier Barteln ums Maul – zwei längere am Oberkiefer und zwei kürzere am Unterkiefer. Diese Welse sind meistens dämmerungs oder nachtaktiv, den Tag verbringen sie im Bodegrund oder zwischen Pflanzen, Wurzeln und Laub versteckt.

Falsche Dornwelse, Trugdornwelse (Auchenipteridae – Liosomadoras, Tatia): Die Trugdornwelse sind in Südamerika verbreitet, genauer in Brasilien, Guyana, Venezuela, Kolumbien, Ekuador, Peru und Bolivien. Sie haben drei Paare kurze Barteln, eins am Oberkiefer und zwei am Unterkiefer. Die meisten Arten sind nachtaktiv, es gibt jedoch einige, die gesellig und tagaktiv sind. Als Nahrung dienen ihnen Krebstiere, Würmer, Insektenlarven, kleine Fische, Detritus, ab und zu auch Obst.

Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae – Dianema, Hoplosternum, Corydoras, Brochis): Diese Welse bewohnen fast ganz Südamerika, eine Ausnahme stellen nur die Gebiete westlich der Anden und der Süden. Die Schwielenwelse sind meistens Einzelgänger und ihre Größe schwankt zwischen 7 und 24 cm je nach Art. Was die Panzerwelse angeht, so handelt es sich dagegen sehr oft um Schwarmfische, die wesentlich kleiner werden, nur 2 bis 8 cm. Die Panzer- und Schwielenwelse sind in allen Arten von Süßgewässern zu finden, sie bewohnen sauerstoffreiche, schnell fließende Bergbäche, große Flüsse, überflutete Areale sowie sauerstoffarme Sümpfe und stehende Gewässer. Diese Welse sind überwiegend dämmerungsaktiv. Als Nahrung dienen ihnen Protisten, Bär- und Rädetierchen, Würmer, Wasserinsekten und kleine Krebstiere. Alle Panzer- und Schwielenwelse nehmen in regelmäßigen Abstnden über das Maul atmosphärische Luft zu sich, egal, ob sie in sauerstoffreichen oder sauerstoffarmen Gewässern leben. Sie schwimmen schnell zur Wasseroberfläche, schnappen nach Luft und tauchen wieder zum Gewässerboden ab. Dieses Luftaufnehmen ist v.a. für das hydrostatische Gleichgewicht wichtig, als Zusatzatmung dient es nur im sauerstoffarmen Wasser.

Bratpfannen- und Banjowelse (Aspredinidae – Aspredinichthys, Bunocephalus): Die Bratpfannen- und Banjowelse leben in Südamerika in süßgewässern, teilweise auch im Brackwasser. Es handelt sich um dämmerungs- und nachtaktive Fische, die sich tagsüber meistens im Bodengrund vergraben. Als Nahrung dienen ihnen wasserlebende Wirbellose, Landinsekten und Detritus. Die Banjowelse gehören zu den größeren Fischen, sie sind je nach Art zwischen 20 bis 40 cm lang. Die Bratpfannenwelse sind kleiner, meistens unter 10 cm. Sie bevorzugen flache, schnell fließende Bäche.

Großmaulwelse (Chacidae – Chaca): Den Großmaulwelsen kann man in Ostindien, Bangladesch, Nepal, Malaysia und Indonesien begegnen. Es sind kleine, höchst 25 cm lange Fische, die ihre Barteln am Oberkiefer benutzen, um Beutefische in die Nähe ihres Mauls zu locken.

Kiemensackwelse (Clariidae – Clarias): Die Kiemensackwelse leben in Afrika, Vorderasien, Süd- und Ostasien. Eine Besonderheit dieser Fische stellen die sog. Suprabranchialorgane dar. Sie ermöglichen den Welsen, den Luftsauerstoff zu nutzen und auf diese Weise auch in sauerstoffarmen Gewässern zu überleben. Dadurch sind die Fische imstande, kurze Strecken übers Land zu gehen und von einem Tümpel zum anderen zu wechseln.

Fiederbartwelse (Mochokidae – Synodontis): Die Fiederbartwelse sind in afrikanischen Süßgewässern zu finden. Der deutsche Name wurde ihnen wegen der beiden gefiederten Unterkieferbarteln gegeben. Es gibt unter ihnen sowohl Schwarmfische als auch gegenüber Artgenossen aggressive Einzelgänger. Einige Arten zeichnen sich durch eine besondere Schwimmbewegung mit dem Rücken nach unten, vgl. Synodontis nigriventris. Die einzelnen Arten dieser Familie unterscheiden sich durch ihre Größe voneinander, die Länge der Fische schwänkt zwischen ca. 3 und 80 cm. Sehr interessant ist die Brutpflege bei zwei Arten dieser Welse, und zwar bei Synodonstis multipunctatus und Synodontis grandiops. Diese Welse legen ihre Eier den maulbrütenden Buntbarschen aus dem Tanganjikasee unter und lassen sie von ihnen ausbrüten. Die Welslarven schlüpfen schneller und fressen deshalb die Eier und Larven der Buntbarsche.

Antennenwelse (Pimelodidae – Phractocephalus, Sorubim): Die Antennenwelse sind in den Flüssen Mittel- und Südamerikas, vom äußersten Süden Mexikos bis in den Norden Argentiniens und auf Inseln der Karibik beheimatet. Für diese Welse sind drei Paare langer dünner Barteln charakteristisch. Auch bei dieser Familie gibt es große Unterschiede in der Größe einzelner Arten, die kleinste Art ist nicht einmal 4 cm groß, die größste erreicht dagegen mehr als 350 cm. Die Antennenwelse bevorzugen große Ströme, Urwaldseen und Bäche. In den trüben Weißwasserflüssen des Amazonasbecken gibt es besonders viele Exemplare dieser Welsfamilie. Es handelt sich meistens um dämmerungs- und nachtaktive Arten. Die meisten Arten sind einzelgängerischer Natur, einige leben aber auch in kleinen Gruppen. Als Nahrung dienen den Antennenwelsen Fische, Krebstiere und andere Wirbellose. Große Antennenwelse sind imstande, auch kleinere Säuger bis zur Größe eines Affen zu jagen und verspeisen. Es gibt auch Arten, welche Obst fressen.

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